07.2.09

Verlegerlogik

Einer von Springer schlägt es vor und Herr Burda auch: Die Computer / Gema / GeZ Abgabe für Verlage. Ist ja auch prima. Schließlich will ich nicht nur Beckmann, Florian Silbereisen, Modern Talking und sonstige Blas- und Spinnerballets finanzieren. Nein. Jetzt einfach auch noch die Blöd Zeitung, die Bunte. den Playboy usw. Das Agument ist so fadenscheinig wie zarter Schimmel auf einem Joguhrt. Sie wollen Google ans Geld, weil Ihnen die Kohle selber durch jahrelange, sagen wir mal, spannende und überraschende Ideen wie den abgeblasenen Kauf von Prosieben oder Netguide die Kohle rar wird. Und die ehemaligen Cash-Cows Focus, Bild etc bringen es nicht mehr. Da die Herren natürlich nicht wie der gemeine Lude aufm Kiez einfach die Konkurrenz wegballern oder andere Weiber auf den Strich schicken kann, überlegt man sich, wo die Kohle jetzt herkommt.

Natürlich ist das Produkt nach wie vor tippi toppi und astreiner Qualitätsjournalismus vom Schlage der Musikproduktionen eines Herr Bohlen. Es ist lebenswichtig für alle Menschen in dieser Republik und ohne Bild und Glotze kann seit Schröder eh keiner mehr regieren. Also wieder einmal ran an den Speck der anderen.

Früher dachte ich immer die Menschen wären schlau. Gerade solche, die sich irgendwie um Zeitungen kümmern. Naja. Ein Vorurteil weniger.

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02.27.09

Weniger Anzeigen = Weniger Geld = Weniger Journalisten

Ist es so einfach? Bleibt das Geld aus oder wird es nur weniger, kann man dann das nicht mehr bezahlen, was heute angeblich den Wert von journalistischer Qualität ausmacht. Aber muss journalistische Qualität viel Geld kosten? Kann ein Journalist nur gut sein, wenn er viel Geld bekommt? Ist ein guter Musiker deshalb gut, weil er viel Geld bekommt? Ist Geld ein Qualitätskriterium? Nicht nur im Journalismus?

Ein schönes Interview zum Untergang von Print. Zumindest laufen die großen Schlachtschiffe langsam voller Wasser und das Geld für das Benzin der Wasserpumpen scheint auszugehen…

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04.15.08

Wenn unsere GEZ Gebühren privaten Verlagen helfen

Jeder sollte und muss sie zahlen: Die GEZ Gebühr. Mit dieser Abgabe soll ein gewisses Maß an Qualität gesichert werden. So zum Beispiel die Talkshows von Kerner und Beckmann. Wenn man sich die Sendungen anschaut, dann sollte man vielleicht doch mehr zahlen. Aber damit jetzt auch die privaten Verlagsriesen in Deutschland von der GEZ Gebühr einen Teil abhaben können, gibt es seit einiger Zeit die Bestrebungen in Mediendeutschland Kooperationen einzugehen.

So hat der WDR eine Kooperation mit dem WAZ-Verlag geschlossen. Auf der Internetseite DerWesten.de sollte man – so die Vorstellung der Kooperationsparter – Videos des WDR sehen können. Es scheint aber im Moment nicht zu funktionieren.

Da haben sich natürlich andere Verlage gedacht, dass sie das auch machen wollen. Frei nach dem Motto “Content is king” und “kostenloser Content ist Kaiser” haben der Bayrische Rundfunk mit dem Focus verhandelt und das ZDF mit der Süddeutschen. Doch die Verhandlung sind wohl erstmal gescheitert. Etwas erfolgreicher scheint das ZDF mit der Zeit zu verhandeln.

Es ist schon erstaunlich dies alles mit anzusehen. Wenn man weiß, dass zahlreiche Verlage gleichzeitig am Privatfernsehen beteiligt sind, frage ich mich, ob dass noch mit unabhängiger Berichterstattung bzw. den Grundlagen der GEZ Gebühr zu vereinbaren ist?

Artikel dazu: Tageszeitung / TAZ vom 15. April

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